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Diabetes Folgeschäden

Wesentlich bedeutender als direkte Todesfälle oder Schädigungen durch akute Stoffwechselentgleisungen Überzuckerung/Hyperglykämie oder Unterzuckerung/Hypoglykämie sind Todesfälle oder entstehende Krankheitskosten durch sogenannte Folgeschäden. Folgeschäden des Diabetes mellitus entstehen schleichend , werden oft erst nach vielen Jahren entdeckt und sind dann irreversibel.

Folgeschäden entstehen meist durch Schädigung des Nervensystems und / oder Schädigung des Gefäßsystems.

Am häufigsten sind (Angaben Fälle Pro Jahr in Deutschland):
Augenschäden: 6.000 Erblindungen
Herzinfarkte: 27.000 Herzinfarkte, davon 20.000 tödlich
Diabetischer Fuß: 28.000 Amputationen
Potenzstörungen: 1.000.000 Fälle insgesamt
Schlaganfälle: 44.000 Schlaganfälle
Nierenschäden: 17.000 Dialysefälle, davon 4.000 Sterbefälle

Lebensweise, Blutzuckereinstellung und vorbeugende Untersuchungen verringern das persönliche Risiko!

Diabetiker werden versicherungstechnisch in eine Hochrisikogruppe eingestuft, so dass oftmals Lebensversicherungen nicht abgeschlossen werden können, oder höhere Prämien bezahlt werden müssen. Auch die Eignung für bestimmte Berufe kann für Diabetiker eingeschränkt sein.

Abbildung: Die Üblen Drei - Diabetes - Bluthochdruck - Fettleibigkeit - für Vergrößerung Bild klicken

Risiken für Folgeschäden bei Diabetes

Krankheit Risiko gegenüber Nicht-Diabetikern
Erblindung 10 - 25 fach
Durchblutungsstörungen 15 - 20 fach
- des Herzens 2 - 6 fach
- der Gliedmaßen 20 - 35 fach
Schlaganfall 2 - 3 fach
Chronische Nierenversagen 15 - 20 fach

Verlorene Lebenszeit

Die nebenstehende Grafik zeigt den durchschnittlichen Verlust an Lebensjahren (geringere Lebenserwartung) durch Diabetes im Vergleich zu Nicht-Diabetikern (Quelle Apotheken Umschau , Juli 2007).

Detaillierte und sehr interessante statistische Informationen finden Sie im Informationssystem der Gesundheitsberichtserstattung des Bundes (GBE).
Das
Risiko für Folgeschäden ist für Diabetiker wesentlich höher als für Nicht-Diabeitiker.

Es gehen im Einzelfall umso weniger Lebensjahre verloren, je gesünder die Lebensweise (Essen, Trinken, Rauchen, Bewegung) ist und je besser die Gesundheitsdaten (z. B Gewicht, Blutwerte und Blutfett) sind.

Vorsorgeprogramme ( z. B. DMP) ermöglichen das frühzeitige Erkennen von Schäden und entsprechende Gegenmaßnahmen. Nutzen Sie auch die von Ihrer Krankenkasse angebotenen Vorsorgeuntersuchungen.

Abbildung: Statistiken - Statistiken zählen nicht für den Einzelnen- Für Vergrößerung Bild klicken

Risiken senken

Abbildung: Die Guten Drei - Gesunde Ernährung - ausreichend Bewegung - Vorsorge - für Vergrößerung Bild klicken