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Diabetes Mellitus

Definition


Zusammenspiel von Glukose, Insulin und Glukagon -Zur Vergrößerung Bild klicken

Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) beruht auf einer mangelnden Insulinwirkung beziehungsweise dem Fehlen von Insulin, wodurch u.a. die Aufnahme und der Abbau von Traubenzucker (Glukose) in den Körperzellen gestört wird. Der Traubenzucker kann nicht normal umgesetzt werden und reichert sich in Geweben, Blut und Urin an. Oft kommt es auch zu Störungen im Fett-, Eiweiß- und Mineralstoffwechsel (Quelle: Statistisches Bundesamt).
Die Welt-Gesundheits-Organisation (WHO) definiert eine Reihe unterschiedlicher Diabetestypen:


TYP1-Diabetes

Typ-1-Diabetes mellitus: (engl.: juvenile Diabetes mellitus) ist ein absoluter Insulinmangel aufgrund meist autoimmunologisch bedingter Zerstörung der Inselzellen des Pankreas (früher „Jugenddiabetes“ oder „juveniler Diabetes mellitus“ genannt).

Typ 1a: immunologisch vermittelte Form (darunter auch auch Schwangerschaftsdiabetes)
Typ 1b: idiopathische Form (ungeklärt)

Typ1-Diabetes ist ein Diabetes mit primärer externer Insulinabhängigkeit. Das bedeutet, mit Auftreten des Diabetes muss sofort externes Insulin (Spritze, Pumpe) zugeführt werden. Ein Typ1-Diabetes entsteht innerhalb von kurzer Zeit.


Typ2-Diabetes

Typ-2-Diabetes mellitus: (engl.: Adult-Onset Diabetes mellitus) Insulinresistenz , Hyperinsulinismus und weiter Ursachen. Dadurch enzsteht ein sogenannter relativer Insulinmangel. In der Folge gibt esw eine nachlassende (versagende) Insulinproduktion. Typ2-Diabetes steht im Zusammenhang mit dem Metabolischem Syndrom.

Bei Typ2-Diabetes besteht im Anfangsstadium lediglich eine Insulinresistenz. Das bedeutet, im Pankreas wird zwar das Hormon Insulin produziert, die kohlenhydrat-aufnehmenden Körperzellen werten den Botenstoff aber nicht aus und verwerten daher die Kohlenhydrate nicht. Das führt zu anfangs zu einer erhöhten Insulinproduktion, später aber zu einer Erschöpfung des Beta-Zellen und deren Zerstörung. Eine externe Insulinzufuhr ist erst in der 2. Phase notwendig.
Die größte Gefahr bei dieser Diabetesart ist, dass eine Feststellung der Krankheit meist zu spät erfolgt, wenn bereits irreparable Schäden entstanden sind. Typ2-Diabetes betrifft zunehmend jüngere Menschen, wobei als Ursache die Lebensweise (Lifestyle) eine wesentliche Rolle spielt .


Andere Arten

Andere spezifische Diabetes-Typen
A:
genetische Defekte der Betazelle
B: genetische Defekte der Insulinsekretion
C: Bauchspeicheldrüse (Pankreas) erkrankt oder zerstört
D: Diabetes durch hormonelle Störungen (Endokrinopathien)
E: Diabetes durch Medikamente oder Chemikalien
F: Infektionen
G: ungewöhnliche Formen des immunvermittelten Diabetes
H: andere genetische Syndrome, die mit Diabetes assoziiert sind

Die Therapie bei diesen Diabetestypen ist ähnlich der von Typ1-Diabetes.