
Scharf beobachtet Ein Kommentar des Herausgebers zu aktuellen Begebenheiten aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft.
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(fe) 5.5. Hirnkrank - Zwei Nachrichten der letzten Tage lassen einen stutzen. Unser Gesundheitsminister Bahr (FDP) will Knie- und Hüftgelengsoperationen bei älteren Menschen reduzieren. Chirurgen der Uni heidelberg sind der Meinung, dass Magenbypässe ein geeignetes Mittel sind, um Typ2-Diabetes zu kurieren. Dass ein Gesundheitsminister sein Budget auf Kosten von alten und kranken Menschen sanieren will, ist nicht nur menschenverachtend, sondern eine Diskriminierung. Seine Aufgabe als Gesundheitsminister ist es, den gesetzlich Versicherten die bestmögliche Versorgung angedeihen zu lassen, und nichts anderes. Dass er seine Sparmaßnahmen auf Kosten der Menschen umsetzen will, die sich am wenigsten wehren können, disqualifiziert ihn beruflich und ethisch. Die einzige Konsequenz ist sein Rücktritt. Zur zweiten Nachricht: Wer anders als ein Chirurg könnte auf eine so hirnrissige Idee kommen, Diabetes mit einer Magenverkleinerung heilen zu wollen. Das ist genauso, als ob man Dummheit damit kurieren könnte, indem man das Gehirn verkleinert. Sicher ist die Methode in gensu zu prüfenden Einzelfällen sinnvoll, eine Lösung des Problems "galoppierder Diabetes" ist es sicher nicht. Hier hilft ausschließlich die Beseitigung der Ursachen. Das fängt bei Umwelteinflüssen durch Schadstoffe an, geht über die Behandlung von genetisch bedingten Störungen und endet bei der persönlichzu verantwortenden Lebenswseise jedes einzelnen.
Eckl Franz
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Ärztezeitung,16.5.: DDG-Kongress: Leitlinie sorgt für Zündstoff - Heute beginnt die Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG). Für Brisanz sorgt im Vorfeld eine neue Leitlinie für Typ-2-Diabetiker - herausgegeben von der europäischen und von der amerikanischen Fachgesellschaft. Darin werden keine generellen strengen Blutzuckerziele mehr empfohlen. Kurz vor Beginn der DDG-Jahrestagung hat das gemeinsame Positionspapier der American Diabetes Association (ADA) und der European Association for the Study of Diabetes (EASD) für Zündstoff gesorgt. Darin rücken die Fachgesellschaften von exakten Algorithmen mit strengen Zielwerten für die Blutzuckereinstellung ab. Als befreiend empfindet Professor Michael Albrecht Nauck vom Diabeteszentrum Bad Lauterberg diese Lockerung. "Es wird keine Einheitsmedizin abgesegnet, die weder dem verordnenden Arzt noch dem Patienten schmeckt", sagte der Diabetologe, der an den neuen Empfehlungen mitgearbeitet hat, zur "Ärzte Zeitung". [mehr]
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Berliner Zeitung, 13.5.: Mütter leben länger, Stillen schützt sie vor Diabetes - Die Demografen Emily Grundy und Oystein Kravdal analysierten die Lebensläufe von 1,5 Millionen Norwegern im Alter von 45 bis 68 Jahren. Ihr Ergebnis: Mütter haben ein um 50 Prozent niedrigeres Risiko zu sterben als eine kinderlose Frau aus der gleichen Altersgruppe. Die Forscher führen dies auf die Annahme zurück, dass Eltern eher zu einem gesünderen Lebensstil neigen und weniger Risiken eingehen.Auch die soziale Komponente spielt hier eine große Rolle: Mütter vereinsamen im Alter nicht und haben Unterstützung von ihren Kindern. [mehr]
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Reuters, 9.5.: Wirtschaft: Bayer ohne Diabetes - Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer prüft Insidern zufolge den Ausstieg aus seinem Geschäft mit Messgeräten für Zuckerkranke. Das Bankhaus Credit Suisse betreue in den USA für Bayer den Prozess, sagte ein Insider. Das Leverkusener Unternehmen erwäge seit einiger Zeit, sich von einem Geschäft in den USA zu trennen, sagte eine weitere Person. An der Börse kam die Nachricht gut an: Die Aktien legten am Mittwoch um bis zu zwei Prozent zu. Die Erlöse aus dem Verkauf könnten für den möglichen großen Zukauf in der Gesundheitssparte genutzt werden, sagte ein Börsianer. [mehr]
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Ärztezeitung, 8.5.: Migranten wissen zu wenig über Diabetes - Sprachbarrieren, kulturelle Unterschiede - viele Migranten verstehen ihre Diabeteserkrankung nicht. Maßgeschneiderte Schulungen sollen Patienten im Umgang mit der Krankheit helfen. Etwa 15 Prozent der Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland sind an Diabetes mellitus erkrankt. Das sind prozentual doppelt so viele wie bei den Deutschen, warnen Experten. Gründe für dieses Phänomen seien zurzeit noch unbekannt, sagte Adrianus van de Roemer vom Institut für Didaktik in der Medizin aus Michelstadt bei einer Veranstaltung in Berlin. Ernst nehmen müsse man es trotzdem. Viele Menschen mit Migrationshintergrund wüssten im Vergleich zur deutschstämmigen Bevölkerung weniger über die Erkrankung. Gründe seien Sprach- sowie kulturelle Barrieren und damit ein schlechterer Zugang zum deutschen Gesundheitssystem.[mehr]
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Stiftung Warentest, 3.5.: Diabetes: Operieren statt Insulin spritzen - Für Menschen mit Typ-2-Diabetes könnten Magenverkleinerungen eine neue Therapiemethode sein. Nach der OP sollen sie an Gewicht verlieren und keine Medikamente mehr brauchen. Bislang kamen vor allem extrem fettleibige Diabetiker unter das Messer. Jetzt berichten Chirurgen der Uni Heidelberg, dass sie mit einem Magenbypass auch mäßig übergewichtige Diabetiker von ihrer Krankheit befreien konnten. Doch einige Diabetes-Experten kritisieren die Operationen. [mehr]
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Handelsblatt, 3.5.: Koalition will weniger Operationen - Die Krankenkassen geben immer mehr Geld für Hüft- und Knieoperationen aus. Das soll sich ändern: CDU und FDP wollen die Abschläge bei Mehrleistungen verschärfen. Das gehe Zulasten der Kranken, meint die Opposition.Angesichts steigender Kosten will die Koalition die immer häufigeren Operationen unter anderem an Hüfte und Knie eindämmen. Umgehend erhob sich am Donnerstag eine Welle des Protestes gegen die Pläne. Senioren - so die Sorge etwa der SPD - bekämen künftig seltener künstliche Hüft- und Kniegelenke auf Kassenkosten. Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) wies dies vehement zurück. [mehr]
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DiabSite, 30.4.: Wann kommt die Insulin-Pille? - Viele Diabetiker würden die Einnahme des Hormons der Insulinspritze vorziehen. "Kannst Du nicht einfach eine Pille schlucken?" Diese Frage hören Diabetiker immer wieder, wenn sie sich das lebenswichtige Hormon Insulin spritzen oder ihre Insulinpumpe zücken. Auch Patienten mit einer Pumpentherapie müssen sich alle zwei bis drei Tage eine Nadel in die Haut stechen, um den Katheter zu legen. Selbst wenn die Angst vorm Spritzen im Laufe der Zeit schwindet, träumt so mancher Diabetiker von einer schmerzfreien Insulinzufuhr. Doch die Insulin-Pille bleibt ein Traum, solange das Hormon im Magen zerkleinert wird und im Blutkreislauf nicht mehr als Insulin wirken kann. [mehr]
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Diabetes Ratgeber, 29.4.: Bogenschießen: Als Sport ein Volltreffer - Bogenschießen stärkt den Rücken und die Seele – und ist selbst für chronisch Kranke geeignet. Bogenschießen ist ein leiser Sport, um den niemand großen Wirbel macht. Die Meisterschaften finden mehr oder weniger unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Literatur dazu gibt es fast nur für Spezialisten. Und wie viele Menschen tatsächlich regelmäßig zu Pfeil und Bogen greifen, lässt sich kaum beziffern. Der Deutsche Schützenbund, die größte Vereinigung ihrer Art in Deutschland, schätzt vorsichtig, dass nur um die 50.000 ihrer insgesamt 1,5 Millionen Pistolen-, Gewehr- und sonstigen Schützen regelmäßig Bogensport betreiben. Schade eigentlich. Denn Bogenschießen, sagt Klaus Lindau, der Bundesreferent für den Bogensport im Deutschen Schützenbund, „ist preiswert, gesund und für fast jeden zu machen“. Vom Jugendlichen bis zum Hochbetagten. [mehr]
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Ärzteblatt, 24.4.: Xenotransplantat heilt Typ-1-Diabetes bei Mäusen - Ein deutsch-japanisches Forscherteam hat Schweine mit einem Gen ausgestattet, das Abstoßungsreaktionen seiner Organe verhindert. In Diabetes berichten sie, wie der Typ-1-Diabetes mellitus bei Mäusen durch eine Inselzelltransplantation auf Dauer geheilt wurde. Klinische Versuche beim Menschen sind vorerst nicht vorgesehen. Auch beim Menschen ist eine Heilung des Typ-1-Diabetes mellitus durch eine Organtransplantation möglich. Dazu muss entweder das Pankreas des Patienten ersetzt werden oder die Inselzellen in die Lebervene infundiert werden, wo sie dann Insulin produzieren. Dieser Weg wird jedoch selten beschritten, da die Spenderorgane rar sind. Zum anderen müssen die Patienten lebenslang mit Immunsuppressiva behandelt werden, was größere Nachteile hat als die lebenslange Substitution mit Insulin. Die wenigen Pankreas- oder Inselzelltransplantationen werden deshalb bei Patienten durchgeführt, die bereits einen Nierentransplantation benötigen. [mehr]
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Diabetes Ratgeber, Finanznachrichten: Diabetiker können Organe spenden / Außer der Bauchspeicheldrüse gibt es im Prinzip keine Einschränkungen Baierbrunn - Demnächst sollen alle Bürger befragt werden , ob sie bereit sind, Organe zu spenden. Diabetiker sind dabei nicht ausgeschlossen, berichtet das Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber". Nur ihre Bauchspeicheldrüse kann nicht übertragen werden. Denn deren Funktion ist bei Diabetes oft gestört. Andere Organe werden individuell auf ihre Eignung untersucht. Professor Günter Kirste von der Deutschen Stiftung Organtransplantation rät dazu, die Zuckerkrankheit in Organspende-Ausweis anzugeben.[mehr]
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TheEpochTimes, 21.4.: Positive Auswirkung von Sport auf Blutzuckerspiegel Diabetes - Eigentlich eine Binsenweisheit: Sport wirkt sich positiv auf den Blutzuckerspiegel aus. Trotzdem nutzen gerade Menschen mit Diabetes Typ 2 selten Sport- und Reha-Angebote, wie Peter Zimmer, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Diabetes und Sport der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG), beklagt. "Trotz der nachweislichen Vorteile ist die Bewegungstherapie nach wie vor ein Stiefkind in der Behandlung von Diabetes Typ 2; kritisierte der Experte im Infoportal der DDG, diabetes.de. [mehr]
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Ärztezeitung, 19.4.: Begünstigen Weichmacher Diabetes? - Phthalat-Metabolite greifen möglicherweise in den Glukosestoffwechsel ein. In hohen Konzentrationen können sie die Insulinsekretion stören oder die Insulinresistenz erhöhen. Zu diesem Ergebnis kamen Forscher aus Uppsala in einer Untersuchung mit 1016 Senioren. Phthalate binden im Körper an Peroxisom-Proliferator-aktivierte Rezeptoren (PPARs). Daher schwelt schon länger der Verdacht, diese Chemikalien könnten den Zuckerstoffwechsel beeinflussen. PPAR-γ-Agonisten wie beispielsweise Glitazone werden zur Behandlung von Typ-2-Diabetikern eingesetzt. [mehr]
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Aachener Zeitung, 18.4.: Diabetes muss der Unfallversicherung gemeldet werden - Wer an Diabetes leidet, muss das im Antrag für eine Unfallversicherung angeben. Tut er das nicht, muss die Unfallversicherung im Ernstfall nicht zahlen. Das entschied das Landgericht Oldenburg. Die Richter waren der Ansicht, dass Diabetes keine so unbedeutende Erkrankung sei, dass man sie einfach verschweigen könne. Das galt in dem Fall umso mehr, als der Betroffene sich wegen der Krankheit einen Zeh hatte amputieren lassen müssen. [mehr]
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